Weder Fleisch noch Fisch

Fische leiden vielleicht für unsere Ohren stumm, aber ihr Tod, den sie für die Nahrungsmittelindustrie sterben, ist äußert grausam. Gefangene Fische ersticken qualvoll, haben Schmerzen durch den Druckabfall, durch den nicht selten auch ihre Schwimmblase reißt, sie werden zertreten, erschlagen und den meisten wird auf den großen Fangschiffen noch lebend der Bauch aufgeschnitten. Große Schleppnetze machen den Meeresboden zu einer Unterwasserwüste.


Fischleichen  

Junge Fische werden, ohne Rücksicht auf die Bestände, schon gefangen, bevor sie sich überhaupt vermehren können. Durch die Verschmutzung der Meere reichern sich im Fleisch der Fische Gifte und Schwermetalle an. Besonders Quecksilber kommt häufig in hohen Konzentrationen vor. Mittlerweile gibt es auch viele Aquakulturen, in denen die Fische dicht gedrängt leben müssen und mit Medikamenten und Chemikalien behandelt werden, um diverse Krankheiten einzudämmen, die diese Haltung mit sich bringt. Die modernen Fischmassentierhaltungen in freien Gewässern sind nicht nur ein großes Problem für die Fische selbst: Umweltzerstörung und –Verschmutzung und weitere Dezimierung wilder Fischbestände sind die Folgen, da viele Zuchtfische mit Wildfischen gefüttert werden.


F
isch wird vor allem wegen seines hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren gelobt. Diese finden sich aber ebenso in Pflanzenöl aus Leinsamen und Raps, in Tofu, Mandeln und Walnüssen. Wer auf etwas „Fischiges“ nicht verzichten möchte, für den gibt es bereits pflanzliche Produkte mit Algen, die für den typischen Geschmack nach Meer sorgen. Auch mit Seetangpulver lassen sich viele fischfreundliche Gerichte kreieren.

Tierisch gute Fix- und Fertigalternativen findet man z.B. beim Vegan-Versand: Käpt`n Iglo kann also in Rente gehen und Fische Freunde sein lassen. Auch eingeschworene Fischstäbchenliebhaber haben nun keine Einwände mehr gegen die pflanzliche Küche: Fischstäbchen ohne Fisch, aber doppelt so lecker (Hersteller: Viana und Redwood). Pflanzlicher „Thunfisch“ und Kaviar, der niemals einen Fisch von innen gesehen hat, ist für diejenigen, die es „fischig“ mögen, garantiert einen Versuch wer.

Die Alternativen

Alternativen zu Fischprodukten finden Sie unter "Tierisch gute Alternativen" und bei unseren Produkttipps.

Weitere Informationen zu diesem Thema:
  Hintergrundtext: Fisch